Lynyrd Skynyrd: Last Of A Dyin‘ Breed

Nov 8th, 2012 | By | Category: Musik

Mit dem Spätwerk verdienter Rock-Haudegen ist es von Haus aus eine diffizile Sache. Ihr jugendliches Selbst zu übertreffen, gelingt den wenigsten. Im schlimmsten Fall geraten sie zu Produzenten ewig ähnlicher Hits wie „dieser eine aus dem Radio“. Im Idealfall können sie aber Qualitätssicherung betreiben. Ein Spezialfall, der nicht anhand dieser Maßstäbe zu beurteilen ist, ist die Südstaaten-Rock-Legende Lynyrd Skynyrd. Sie existiert nämlich eigentlich nicht mehr.

Die Mitglieder der legendären Erstbesetzung, die für Kaliber wie „Sweet Home Alabama“, „Free Bird“ oder „Gimme Three Steps“ verantwortlich zeichnet, sind bis auf einen nicht mehr am Leben. Gitarrist Gary Rossington hat für den Zweitaufguss fast ein Dutzend verdienter Haudegen am Instrument um sich geschart. Und das hat mit Lynyrd Skynyrd eigentlich nicht mehr viel zu tun, wie dieses Album aufs Neue beweist.

Zwar rockt man recht unbefangen und frisch drauflos, aber schnell wird klar: Der Heimatliebe-Pathos, das hymnische Besingen der schönen Südstaaten und des täglichen Lebens darin sind eben leider doch nicht mehr als ältlicher Hardrock mit einer Menge Pathos. Lediglich manchmal blitzt echter Südstaatenrock-Spirit inmitten der US-Kraftmeierproduktion auf – nämlich dann, wenn Rossington und Kollegen Countryharmonien bemühen und sie virtuos beackern. Und das ist nett – mehr aber leider nicht.

Roadrunner/Warner

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