Dub à la Pub: Reggae aus dem magischen Dreieck

Mrz 5th, 2011 | By | Category: Musik

Willkommen zurück im Landkreis. Nach Kindheit und Jugend in Weilheim und Studentenleben in Augsburg bist du gerade dabei, wieder in den in Richtung Landkreis Weilheim-Schongau zu ziehen – Ziel Huglfing. Was hat dich dazu bewegt?
Die frische Luft, die schöne Natur und natürlich mein Kumpel Tobias „Tobbz“ Baum, der dort mit seinem Vater eine Produktionsfirma für TV-Werbung und Musikproduktion betreibt. Es ist ein sehr schönes Haus mit super Studios und bietet für mich das richtige Ambiente, um kreativ zu werden. Aktuell arbeite ich hier schon an der nächsten „Dub à la Pub“-Platte, die „accelerate!“ heißen soll und unterstütze die Baumsche Produzenten-Welt mit der ein oder anderen Jingle-Komposition. Aber auch andere Projekte wie „Schimpansen 5“ (Hip-Hop mit Tobbz und Timothy) und „Sinan’s Prophecy“ (Trip-Hip-Hop-Dub-Step) oder auch meine Rock-Band Miranda sind in der Entstehung beziehungsweise in der Weiterentwicklung begriffen.

Also ist Dub a la Pub jetzt eine Augsburg-Huglfinger Band?
Augsburg-Huglfing-München: Das magische Dreieick sozusagen. Zwei unserer Bläser (Norbert und Martin) haben in der Weilheimer Big Band gespielt und wohnen jetzt in München, wie auch mein Bruder Robin, der uns seit Anfang an als Tontechnik-Profi zur Seite steht und mittlerweile auch am Bass einspringt bei Terminproblemen. Aber in erster Linie sind wir „made in Augsburg“, denn dort haben wir uns gegründet und da ist unsere Home-Base in Bezug auf Band & Support.

Das ist deswegen interessant, weil „Huglfing“ ja dann plötzlich relevant wird im Musikgeschäft – Dub a la Pub starten offenbar gerade durch…
Huglfing ist ein sehr schöner Ort. Und mit der Waldstraße 4 gibt es sogar eine richtig urige Kneipe, wo man jeden Samstag open-stage spielen kann. Es gibt im Landkreis viele junge Leute, die die Musik- und Kulturszene beleben wollen, und da schließe ich mich enthusiastisch an. Wir bieten jungen Bands aus der Region an in unseren Studios geile Musik aufzunehmen und zu produzieren und hoffen, dass wir etwas bewegen können.

Nach einem für gut befundenen ersten Album kam jetzt „Decelerate“, die zweite CD, gleich bei einem richtigen Label raus und im Sommer steht unter vielen anderen tollen Terminen die Championsleague für Reggae in Deutschland auf dem Programm – der Chiemsee Reggae Summer. Wie kams?
„Accelerate“, der zweite Teil des Doppelalbums, wird unser erster deutschlandweiter Release auf einem Independent-Label. Die Platte gibt’s dann vorausichtlich im Hochsommer. Der erste Teil, „Decelerate!“, ist seit Dezember erhältlich. Mit Soulfire Artists sind wir bei einer Top-Booking-Agentur gelandet, die uns viele wichtige Kontakte verschafft. Letzten Winter kam unser Trompeter und Manager Jochen zu einer Probe und hat angekündigt: „Ich hab’ zehn Freikarten fürs Chiemsee, wer will mit?“ Dann haben wir erst mal gefeiert anstatt zu proben…

Deine Version von Reggae liebäugelt zur rechten Zeit mit Pop. Darf das in den Augen eines echten Reggae-Man überhaupt sein?
In der Musik darf man alles. Egal ob als Reggae- oder Pop-Mann, wir transportieren ja keine Rastafari-Ideologie. In erster Linie machen wir zusammen Musik. Ich bin mit Reggae aufgewachsen, aber auch mit Pop, Rock und Jazz. Jeder bringt seine Einflüsse mit ein, und Reggae ist der gemeinsame Nenner. Mit Pop assoziiert man oft Kommerz, obwohl Indie und Electro mittlerweile genauso, wenn nicht viel kommerzieller ist. Ich halte nicht viel von diesen Begrifflichkeiten. Ein guter Song wird nicht durch sein Genre definiert. Ich könnte nie behaupten, dass ich eine Musik-Richtung grundsätzlich schlecht oder gut finde.

An Deiner Seite – und an der von acht anderen Musikern – steht dein kleiner Bruder Timothy, der gerade in London „Popmusik“ studiert. Was reizt Dich am Musikmachen mit dem Bruder?
Ich mache mit meinem Bro schon seit dem Kleinkindalter Musik, weil wir einer Musiker-Familie enstammen. Wir sprechen musikalisch dieselbe Sprache und können das auch kommunizieren, es ist also kinderleicht. Aber es herrscht auch eine gesunder Konkurrenzkampf um die neueste Hook oder Akkord-Folge und Text. Das motiviert, macht Spaß und ist sexy.

Was soll 2011 für Dub a la Pub bringen?
Viele schöne und auch fette Gigs, eine Hammer CD, Revolution und natürlich Weltruhm und schöne Frauen. Im Ernst: Es ist ein unglaubliches Glück seine Musik mit anderen Menschen teilen zu dürfen, egal ob am Lagerfeuer oder auf dem Chiemsee Reggae Summer. Ich hoffe, dass echte Live-Musik insgesamt auch wieder mehr Anerkennung findet. Support your locals!

Kevin „Reggaekeggae“ Auld…
…ist vor 25 Jahren in München geboren worden und wuchs bei London und in Weilheim auf. Er arbeitet als Musiker und Übersetzer und Studiert Soziologie. Ehemals bei „Technical Yawn“ am Mikrophon, tourt er derzeit mit seiner eigenen Band „Dub à la Pub“ und mit „Miranda“. Während des Studiums lebte Kevin Auld in Augsburg, nun ist er nach Huglfing in den Landkreis Weilheim-Schongau gezogen. Als Hobbys nennt er „essen, schlafen, bewegen“. Die neue CD „Decelerate!“ (kleines Bild) ist über die Bandhomepage www.dubalapub.de erhältlich.

Dub à la Pub on tour:

03.03.2011 Konzert Unplugged / „soundeck“ im „sonnendeck“, Weilheim
26.03.2011 Konzert mit den Revelling Crooks @ Kradhalle, Augsburg
01.05.2011 Konzert / DGB Fest Viktualienmarkt in München
07.05.2011 Konzert / Sunshine Reggae Festival in Lauterbourg (FR)
09.07.2011 Konzert / Festival Isle of Vibes in Teublitz-Premberg
23.07.2011 Konzert / Lucky Lake Festival in Raisting
26.08.2011 Konzert / Chiemsee Reggae Summer Festival in Übersee
27.08.2011 Support für Gentleman & the Evolution / Schiffenberg Rockt Festival in Giessen

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