Mirjam Dreer: Von den Schattenseiten der Liebe

Nov 26th, 2011 | By | Category: Jugend

Nach den Erlebnissen einer „Kleinstadtschlampe“ erzählt Mirjam Dreer nun von der Liebe – die allerdings unter Gänseblümchen begraben liegt. Ihr zweites Buch ist erschienen; bald liest sie daraus im Weilheimer Stadttheater, gemeinsam mit Josef Bierbichler und Tilman Spengler.

 

Eigentlich befindet sich die 24-jährige Weilheimerin ja in der Ausbidlung zur Buchhändlerin. Wenn sie aber nicht gerade Bücher bei „Hugendubel“ in München verkauft, schreibt sie selber welche. Ihr Erstling „Kleinstadtschlampe“ (Ubooks, 200 Seiten, 9,95 Euro) verkaufte sich bislang knapp 5000 Mal und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass der Verlag ein neues Buch in Auftrag gab. Während sich die beiden „Ubooks“-Besitzer entschlossen, getrennte Wege zu gehen, schrieb Mirjam Dreer Kurzgeschichten über die schlechten, hässlichen Seiten der Liebe. Der bei der „Ubooks“-Trennung entstandene neue Verlag veröffentlichte nun 14 davon im neuen Buch „Begraben unter Gänseblümchen“ (Unsichtbar Verlag, 155 Seiten, 9,99 Euro) mit einer Erstauflage von 2000 Stück. Grund genug für ein paar Fragen:
Was hast du gegen die Liebe?
Gar nix. Aber Bücher über die schönen Seiten der Liebe gibt es schon genug. Es ist ja auch kein Buch gegen die Liebe, das sicher nicht. Es geht nur ums Verlassenwerden, um unerwiderte Liebe oder Gefühle gegenüber Leuten, denen man keine Gefühle gegenüber haben sollte.

Hast Du damit irgendwas verarbeitet?
Die Geschichten sind mir zum Großteil selber passiert. Natürlich sind Namen geändert, die Umstände auch und manche Handlungen sind frei erfunden – zum Beispiel die Vergewaltigungsgeschichte. Die kam zustande, weil ich, als ich zu schreiben angefangen habe, noch die „Antipop“-Reihe von „Ubooks“ im Hinterkopf hatte. Und da erscheinen ja eher die krassen Sachen. Mit dem neuen Verlag gab’s viele Freiheiten und so sind nach und nach die Kurzgeschichten entstanden – die zusammenhängen.

Arbeitest du schon an einem neuen Buch?
Es wird bestimmt ein drittes Buch geben, so viel ist sicher! Zunächst konzentriere ich mich aber auf meine Prüfungen, danach auf die Lesung und dann, im Dezember, möchte ich damit anfangen. Es soll diesmal eine Art Roadmovie werden, mehr weiß ich aber noch nicht.

Stichwort Lesung: Wie schafft man es, mit klangvollen Namen wie „Bierbichler“ und „Spengler“ zu lesen?
Das ist über meine Mutter zustandegekommen, die im „Fischmeister“ in Ambach arbeitet. Der gehört ja dem Sepp, und, als ich ihm ein Freiexemplar zukommen hab’ lassen – hehe, ich bin ja nett –, hat er gefragt, ob er mit mir lesen kann…

Das ist nicht Dein Ernst…
(lacht) Doch! Ich war selber überrascht – aber ich habe mich natürlich nicht lang gewehrt!

Karten für die Lesung
mit Mirjam Dreer, Tilman Spengler und Josef Bierbichler am Sonntag, 27. November, um 18 Uhr gibt’s für 10 Euro inklusive VVK bei der Buchhandlung Stöppel (0881/92240) in Weilheim.

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