The Stories & Tenside: Die hehren Hallen des Popgeschäfts
Okt 31st, 2011 | By Christoph Ulrich | Category: Musik„Tenside“ haben ihre Wurzeln in Dießen, wo auch die Alben My Personal War (2007), Mental Satisfaction (2008), Tear Down Your Fears (2009) und schließlich Chain Reaction entstanden sind. Daniel Kuhlemann, Tobias Leitner, Louis Weber und Martin Rupp freuen sich laut Plattenfirma über „gute Albumverkäufe“, aber noch mehr über eine „sehr gute“ Tour mit den Genregrößen „Pro Pain“ im Frühjahr. Daniel Kuhlemann hat sich Zeit genommen.
Zwischen der Bandgründung in der Wirtschaftsschule Oberland in Peißenberg, und dem neuen Album liegen sechs Jahre, zwei Europa- und drei Deutschlandtouren. Was hat sich verändert?
Damals haben wir als Schülerband angefangen und mit der ganzen Bandgeschichte losgelegt. Es hat sich auf jeden Fall zu etwas Richtigen entwickelt. Wir spielen immer noch in der ursprünglichen Besetzung zusammen, und es läuft für uns ganz gut – obwohl das Musikbusiness kein leichtes Geschäft ist. Verändert hat sich vor allem, dass wir jetzt richtig auf Tournee gehen, regelmäßig Konzerte und Festivals spielen.
Verändert hat sich auf jeden Fall auch Eure Musik: Von NuMetal à la Limp Bizkit hin zum eigenständigen Knochenbrechersound mit Gefühl. Sind euch die Fans aus den Anfangstagen noch treu?
Damit hast du auf jeden Fall Recht, die Musik hat sich verändert. Ich finde das auch wichtig, dass man sich musikalisch weiterentwickelt. Es gibt Bands, die klingen auf jeden Album völlig gleich. Wir klingen auf jedem Album total anders, was uns aber sehr wichtig. Mittlerweile hat das Ganze aber auch seine Eigenmarke bekommen und gewisse Trademarks gehören einfach zu unserem Sound, die wir auch nicht vernachlässigen. Wir haben auf jeden Fall noch so einige Fans aus den Anfangstagen – aber es kommen auch ständig neue dazu, was uns natürlich sehr wichtig ist.
Mit Christoph von Freydorf (Emil Bulls) habt ihr einen prominenten Gast auf dem Album: Wie war die Zusammenarbeit mit ihm und wie kam’s?
Ich bin ein absoluter Fan davon, auf einem Album immer ein, zwei Gäste zu haben, die etwas beisteuern. Als ich die Lyrics für den Song „Violet World“ fertig hatte, dachte ich mir, das ist genau die Nummer, auf die ein Gastsänger super passen würde. Zu dem Song ist mir direkt Christoph von den Emil Bulls eingefallen, also habe ich ihn angerufen ein Demo geschickt. Ihm hat die Idee auch gefallen und dann standen wir auch schon ein paar Wochen später im Studio.
Ist „Tenside“ eigentlich schon Job oder „noch“ Hobby?
Derzeit auf jeden Fall ein Job! Aber es ist viel mehr als das. Die Band ist Job, Leidenschaft und Hingabe, alles in einem. Heutzutage ist das Musikbusiness sehr schwer geworden, daher ist es absolut wichtig, dass jeder trotzdem eine ordentliche Ausbildung hat, sei es eine Lehre, ein Studium oder was anderes. Man weiß nie was als nächstes kommt und deshalb ist zweigleisig fahren, solange es möglich, ist auf jeden Fall eine gesunde Entscheidung.
Was sind Eure Pläne für die Zeit nach „Chain Reaction“ und den dazugehörigen Touren?
Wir sind von unserer vierwöchigen Europatournee zurückgekommen und haben Konzerte in Deutschland, Holland, Belgien, Tschechien und Polen gespielt. Jetzt, im Sommer, stehen noch einige Festivals an, bevor es dann im Herbst und Winter mit Auslandstouren weitergeht. Auf jeden Fall wird das restliche Jahr also für Konzerte genutzt werden und dann werden wir weitersehen, was die Zukunft so bringt.
Die Interviews sind in voller Länge auf der Jugendseite im Weilheimer Tagblatt, im Penzberger Merkur und in den Schongauer Nachrichten erschiehen. Fragen: Christoph Ulrich












