Netzleben: Wie viel Privates darf ins Netz?

Jun 6th, 2010 | By Christoph Ulrich | Category: Internet, Jugend

Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung? Klingt abstrakt. Mit folgendem Beispiel macht die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) die Thematik anschaulich: 

Su (18) ist Berufsschülerin und möchte nebenberuflich als Katalog-Model arbeiten. Deshalb überlegt sie, Fotos in verschiedenen Model-Portalen im Internet zu veröffentlichen. Zur Nutzung der kostenlosen Plattformen muss sie jedoch auch persönliche Daten (Name, Wohnort, Größe, Gewicht) angeben. Ihr Bruder Jeyanthan ist deshalb strikt dagegen. Er hat Angst, dass Sus Daten und Bilder missbraucht werden könnten. Sus beste Freundin Anna hingegen sieht in der Veröffentlichung der Bilder eine große Chance für Su, potentielle Auftraggeber auf sie aufmerksam zu machen. Su steht vor einer schwierigen Entscheidung: Soll sie auf ihren Bruder hören und ihre persönlichen Daten schützen? Oder soll sie die Fotos veröffentlichen und ihre Chance wahrnehmen, als Model entdeckt zu werden?

In Zusammenarbeit mit dem Westdeutschen Rundfunk hat die Bundeszentrale für politische Bildung Filme und Arbeitsblätter für den Unterricht zum risikobewussten Umgang Jugenlicher mit dem Internet im Allgemeinen und Social Communities im Speziellen entwickelt. Dabei geht es auch um die Themen “Anonymität im Internet”, “Daten für die Werbung” und die Frage: “Was sind meine Daten wert?” Auch abseits des Unterrichts interessant für alle, die mitdenken. Ein Set, bestehend aus einer DVD und einem Heft kostet pro Folge 2 Euro; einzelne Filme zur Thematik gibt’s über die Suchfunktion auf www.planet-schule.de.

Mehr Informationen unter www.bpb.de/talkshow.

Mehr zum Projekt unter www.planet-schule.de.
Hier finden Sie über die Suchfunktion auch die Filme zum Herunterladen.

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