Georgie James: Places
Sep 17th, 2007 | By Christoph Ulrich | Category: Musik“Wer ist Georgie James?” will die Plattenfirma auf der Künstlerhomepage wissen. Um gleich die Antwort zu geben: “Das Y von Multiinstrumentalist John Davis, Drummer bei “Q And Not U” und das X von Singer/Songwriterin Laura Burhenn.” Soweit die Fakten. Und wer die ersten paar Takte von “Places” gehört hat, will auch gar nicht mehr wissen; er will mehr hören.
Zum Beispiel, wie sich die Einflüsse von zwei sehr unterschiedlichen und doch irgendwie ähnlichen Songwritern vereinen: John Davis’ raubauzige Art, das Schlagzeug zu, äh ja, bedienen. Seine crunchige Gitarre, die irgendwie an Ryan Adams oder die fabulösen Eels erinnert. Würde man auf diesem Alternative-Folkrock-Fundament helle, zickige Rhodes-Akkorde tanzen lassen? Eigentlich nicht. Aber es ist, wie so oft, das scheinbar Unpassende, das die Sache rund macht.
Laura Burhenns warme, samtige Stimme, ihre gezielte Doo-Wops im Hintergrund und gold-sonnigen Melodien machen das i-Tüpfelchen auf John Davis soliden, straighten Rohdiamanten strahlende Indie-Diamanten. Und weil sich beide noch sehr traditionsbewusst auf Songwriter-Pfaden bewegen, die ihre Ursprünge klar in den Sechzigern haben, ist diese Indie-Glam-Folkrock-Sixties-Melange ohne Umschweife zu empfehlen.
Saddle Creek / www.saddle-creek.com










